stachelhalsband-verboten

Mehr Tierschutz.

Der Bundesrat hat am 25.06.2021 der "Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Hundeverordnung und der Tierschutztransportverordnung" zugestimmt.

Darin enthalten ein Verbot von Stachelhalsbändern und andere für die Hunde schmerzhaften Mitteln bei Ausbildung, Training und Erziehung von Hunden.

Zitat "Es ist verboten, bei der Ausbildung, bei der Erziehung oder beim Training von Hunden Stachelhalsbänder oder andere für die Hunde schmerzhafte Mittel zu verwenden.“

Aus der Begründung: "Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Erziehungsmethoden von Hunden beurteilen die Anwendung von Strafreizen zur Erziehung von Hunden als nicht tierschutzkonform. Insofern ist die Verwendung von Stachelhalsbändern oder anderen für die Hunde schmerzhaften Mitteln als tierschutzwidrig zu verbieten."

Eine weitere Änderung der TierSchHuV betrifft § 2 Allgemeine Anforderungen an das Halten Abschnitt drei.

Der Text des Abschnitts: Einem einzeln gehaltenen Hund ist täglich mehrmals die Möglichkeit zum länger dauernden Umgang mit Betreuungspersonen zu gewähren, um das Gemeinschaftsbedürfnis des Hundes zu befriedigen.

wird ergänzt mit: "regelmäßig der Kontakt zu Artgenossen zu ermöglichen, es sei denn, dies ist im Einzelfall aus gesundheitlichen Gründen oder aus Gründen der Unverträglichkeit zum Schutz des Hundes oder seiner Artgenossen nicht möglich".“

Hiermit wird der Anspruch von einzeln gehaltenen Hunden auf Sozialkontakte zu anderen Hunden gestärkt, auch wenn die Ausschlussgründe sehr schwammig formuliert sind.

Wer selber nachlesen möchte, hier der Link zum Dokument des Bunderates.

Die Brut- und Setzzeit beginnt. Hunde bitte anleinen.

Der Frühling kommt, und damit beginnt auch die Brut- und Setzzeit. Wildtiere - Rehe, Hasen, Enten, Gänse, Vögel, Füchse bekommen Nachwuchs, und ziehen ihn auf.

Zum Schutz der Wildtiere sollten Hundehalter ihre Vierbeiner in den Monaten März bis Juli überall anleinen, wo Wildtiere mit ihrem Nachwuchs vorkommen können. Jagende, Streunende oder stöbernde Hunde können eine tödliche Gefahr für die Jungtiere werden, wenn Tierfamilien aufgestöbert und gejagt werden. Auch wenn Elterntiere nicht verletzt oder getötet werden, stellen Wildtiere wenn sie stark gestört werden, oft die Versorgung ihres Nachwuchses ein.

Besonders Bodenbrüter wie Brachvögel, Kiebitze und andere Arten sind durch freilaufende stöbernde Hunde gefährdet. Spürt ein Hund Bodenbrüter auf, verteidigen sie ihre Jungtiere, oder fliehen. Müssen sie die Jungtiere zurücklassen, bedeutet es für diese meistens den sicheren Tod. Aber auch für Jungfüchse, Rehkitze, Junghasen und Nestlinge danderer Vögel, stellen freilaufende und wildernde Hund starken Stress, und Lebensgefahr dar.

Hunde lieben den Freilauf, und die ungehinderte Bewegung in der freien Natur. Hundehalter sollten aber immer darauf achten, dass keine Wildtiere bei den Streifzügen ihres Hundes gefährdet oder aufgestöbert werden. Während der Brut– und Setzzeit, ist das Anleinen daher besonders wichtig. Wird dem Hund Freilauf gewährt, sollte er sicher abrufbar sein, und im Wald Wege nicht verlassen. Im Zweifelsfall ist eine Schleppleine eine Alternative, um dem Hund sicher etwas Freiheit zu gewähren. Aber Vorsicht. Auch angeleinte Hunde können an Feld-, Wald- und Wiesenrändern Jungtiere aufschrecken. Hundehalter müssen deshalb auch mit angeleinten Hund beim Spazierengehen besonders aufmerksam zu sein, und den Hund, wenn nötig an der kurzen Leine führen.

Alternativen, um dem Hund sicheren Freilauf zu gewähren, sind im Idelafall eingezäunte Hundeauslauf- oder andere Flächen in deren Nähe sich keine Wildtiere mit ihrem Nachwuchs aufhalten. Um die kommenden Monate bis zum Ende der Brut und Setzzeit gut zu überstehen, sollten ausgewiesene Huandauslaufflächen aufgesucht werden, wo der Hund mit Artgenossen spielen und rennen kann. Auch ein häufiger Wechsel der Gassistrecke um den Hunden neue visuelle Eindrücke und Gerüche zu ermöglichen, die auch ein laufen an der Leine zu einem spannenden Erlebnis machen ist empfehlenswert.

Wenn doch etwas passiert, oder Sie ein verletztes Wildtier finden.

Wenn der Hund trotz Vorsichtsmaßnahmen ein Wildtier verletzt oder gar getötet  hat, oder Sie verletzte Wildtiere finden, helfen Sie den Tieren. Kontaktieren Sie die Polizei damit diese den zuständigen Jagtpächter informiert. Auch Tierschutzvereine, Tierrettungs und Wildtierstationen helfen weiter, damit den Wildtieren wenn Hilfe möglich ist geholfen werden kann.

Fliehen die Elterntiere, oder finden sie scheinbar verlassene Jungtiere nehmen Sie diese nicht vorschnell mit um sie zu retten. Beobachten Sie zunächst mit größtmöglichen Abstand über einen längeren Zeitraum ob sie von Elterntieren weiter versorgt werden. Ist das scheinbar nicht der Fall, wenden Sie sich an Tierschutz und Tierhilfeorganisationen, oder die Polizei bevor Sie die Tiere anfassen und sichern. Nur wenn Tieren unmittelbare gefahr droht, zum Beispiel am Rand einer stark befahrenen Straße sollten Sie diese sofort sichern.