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Für Hunde gefährliche Buntzecken breiten sich weiter in Deutschland aus. Denn die Buntzecke, auch als Auwaldzecke bekannt, kann lebensgefährliche Hundekrankheiten übertragen.

Früher nur ein Reisemitbringsel aus Süd- oder Osteuropa, breitet sich heute die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) auch in Deutschland aus. Die "Winter-" oder „Buntzecke“, wie sie aufgrund ihrer auffälligen Rückenzeichnung auch genannt wird, überträgt eine für Hunde lebensbedrohliche Erkrankung. Babesiose. Deshalb sind besonders Hunde durch die Auwaldzecke gefährdet. Doch auch für den Menschen kann ein Stich der Auwaldzecke gefährlich werden, wenn das Spinnentier Krankheitserreger transportiert.

Die Auwaldzecke ist in Deutschland auf dem Vormarsch

Die Auwaldzecke ist auch in Sachsen als Wirt der "Hunde-Malaria" genannten Babesiose-Erkrankung auf dem Vormarsch. Die Gefahr wächst. Immer mehr Vierbeiner in Deutschland erkranken daran. Wird die Infektion nicht rechtzeitig entdeckt, endet sie für Hunde tödlich.

Von Südwesten kommend breitet sich die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) derzeit deutschlandweit aus. "In diesem Jahr ist es besonders gravierend", sagte Dieter Barutzki, Fachtierarzt für Parasitologie und Leiter des Tierärztlichen Labors Freiburg, gegenüber t.online.de. (Stand 2021) Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) kommt sie gehäuft in den Großräumen München, Leipzig, und in den Elabauen  vor. Doch auch in allen anderen Landesteilen Deutschlands seien mittlerweile Fälle aufgetreten.

Die Auwaldzecke, einst als Exot nach Deutschland gekommen, ist auch in Sachsen längst heimisch geworden. Die Verbreitung erfolgt laut Dr. Barutzki auch über andere infizierte Tiere. "Wir haben schon solch eine hohe Zahl an positiven Fällen, wie wir sie seit langem nicht gesehen haben – vielleicht sogar wie noch nie", sagt der Fachtierarzt dem WDR.auwaldzecke karte

Warum ist die Auwaldzecke für Hunde so gefährlich?

Die Erreger der Infektionskrankheit Babesiose befallen die roten Blutkörperchen und zerstören sie. Wird die Krankheit nicht schnell genug erkannt, verläuft sie für Hunde tödlich, denn unbehandelt führt die Hundebabesiose meist zum Tod des Tieres.. Krankheitsanzeichen 1 bis 3 Wochen nach Zeckenstich können sein:  Fieber, Apathie, verfärbter Urin, Atemnot

Auwaldzecke in Deutschland: Was Hundehalter beachten müssen

Im Verbreitungsgebiet der Auwald/Buntzecke sollten Hundebesitzer aufmerksam sein und ihre Vierbeiner vor Zecken schützen.  Auch im Winter.

Denn im Gegensatz zur verbreitetsten Zeckenart dem Holzbock, der erst bei Temperaturen ab ca. sieben Grad aktiv ist, tritt die Auwaldzecke bereits bei Temperaturen ab Null Grad auf, wenn es tagsüber wärmer wird. Selbst nächtlicher Bodenfrost schreckt sie nicht. Seltener ist sie in den warmen Sommermonaten von Juni bis August zu finden. Lokal kann die Dichte der Auwaldzecke hoch sein. Sie leben besonders gerne auf Wiesen, in höher bewachsenen Grünstreifen, lichten Wäldern, Überschwemmungsgebieten und waldnahen Wiesenflächen. Brachen, also langgrasige Wiesen, durchsetzt mit Büschen oder Bäumen, gehören ebenfalls zu den typischen Standorten der Auwaldzecke.

Aktiv wirtssuchende Tiere befindet sich in der Regel auf lebenden oder abgestorbenen Grashalmen, auf Kräutern, Zweigen und Stauden bis zu einer Höhe von ca. 1,50 Meter.

Wichtig ist den Hund regelmäßig nach Zecken abzusuchen. Die Auwaldzecke frühzeitig zu entfernen, kann eine Übertragung der Babesiose verhindern. Denn sie müssen in der Regel 24 Stunden saugen, bevor sie die Babesien mit dem Speichel auf den Hund übertragen.

Es ist ratsam, Hunde mit wirksamen Antiparasitika gegen einen Stich zu schützen. Auch in den Wintermonaten.

So erkennen Sie die gefährliche Auwaldzecke

Die beige-braun marmorierte Auwaldzecke zählt zur Gattung der Buntzecken. Sie ist größer als die in Deutschland am häufigsten vorkommende Zecke, der Holzbock. Ausgewachsene Buntzecken haben ein auffällig gemustertes Rückenschild. Die TiHo Hannover beschreibt den Körper als „emailleartig marmoriert“. Die Zecken sind größer als der Holzbock, die bekannteste Art der Schildzecken. Die Männchen sind etwas kleiner als die weiblichen Zecken und zeigen keine Größenzunahme beim Saugen. Der Rückenschild bedeckt bei Männchen den ganzen Körper, bei Weibchen nur das vordere Körperdrittel. Er ist weißlich marmoriert. Der Außenrand ist rotorange.

Wenn sich ein Mensch oder Tier in der Nähe der Auwaldzecke niederlassen, kann sie sich schnell auf ihre Beute zubewegen.

Auwaldzecke

 

Ist Ihr Hund infiziert? Bei diesen Symptomen schnellstens zum Tierarzt

  • Blut im Urin - verfärbter Urin
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Antriebslosigkeit

 Auch wenn Sie saugende Zecken von Ihrem Hund entfernen mussten, ist die Konsultation eines Tierarztes empfehlenswert. Die entfernten Auwaldzecken am besten in einem ausbruchssicheren Behältnis (altes Mermeladenglas o.ä.) aufbewahren. .

 Ist die Auwaldzecke auch für Menschen gefährlich?

Über die Frage, ob die Buntzecken auch für Menschen gefährlich sind, gibt es keine einhellige Meinung. Fest steht, dass die Zecke Menschen beißt, wenn auch nur in seltenen Fällen, wie eine Sammlung der Tierärztlichen Hochschule in Hannover der Welt zufolge nahelegt. Babesiose wird von MSD Manuals als "relativ unüblich" für den Menschen beschrieben, allerdings wird eine Erkrankung nicht ausgeschlossen.

Nach neusten Studien, ist aber die Gefahr als FSME-Überträger nicht zu unterschätzen.

Bitte um weitere Zusendungen von Zecken

Da das Zecken-Monitoring fortgeführt wird, ist das Institut für Parasitologie der TiHo weiterhin an Zeckeneinsendungen interessiert. Die Forscherinnen und Forscher bitten um Zusendung folgender Funde:

· Buntzecken aus Gebieten, in denen sie bisher nicht gefunden wurden, um gegebenenfalls verbliebene „weiße Flecken“ auf der Verbreitungskarte zu füllen. Buntzecken sind an ihrem emailleartig marmorierten Körper zu erkennen, auch sind sie etwas größer als der Holzbock.
· Alle Zeckenarten, die in der Zeit von November und Februar gefunden werden. Hier interessiert die Forscherinnen und Forscher die Winteraktivität der Zecken.

Wer wissen möchte, welche Zeckenart eingesandt wurde, wird gebeten, bei der Einsendung für die Antwort eine E-Mail-Adresse anzugeben.

Einsendungen bitte an:

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Parasitologie
Professorin Strube
Bünteweg 17
30559 Hannover

https://www.tiho-hannover.de/universitaet/aktuelles-veroeffentlichungen/pressemitteilungen/detail/studie-zur-raeumlichen-verbreitung-von-buntzecken

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