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Hund im Wasser -Wasservergiftung vermeiden

Besonders im Sommer genießen viele Hunde das, toben und schwimmen im Wasser. Für unbeschwertes Badevergnügen Deines Hundes solltest Du jedoch auf einige Dinge achten. So sind durch Blaualgen verschmutzte Gewässer gefährlich für Deinen Hund. Aber auch sauberes Wasser kann Deinem Hund gefährlich werden, wenn er beim Baden und toben zu viel davon aufnimmt. Das kann zu einer Wasservergiftung beim Hund führen. Hier erfährst Du, wie Du Symptome erkennst und im Notfall handeln solltest.

Wie entsteht eine Wasservergiftung beim Hund?

Normalerweise trinkt ein Hund nicht mehr, als er braucht. Aber beim Spielen und Toben im Wasser schluckt er das Wasser, ohne es zu merken. Eine Wasservergiftung wird daher nicht durch verschmutztes oder vergiftetes Wasser verursacht, sondern wenn der Hund zu viel Wasser aufnimmt. Die Gefahr besteht vor allem in den Sommermonaten, wenn Hunde baden oder im und mit Wasser spielen. Schwimmen und Spielen im See, Fluss oder im Meer ist an heißen Tagen eine Wohltat für Vierbeiner, doch Du solltest darauf achten, dass Dein Hund dabei nicht zu viel Wasser aufnimmt. Schnappt er beim Schwimmen und planschen immer wieder ins Wasser, besonders beim Apportieren. Schnappt Dein Hund im Wasser immer wieder nach einem Stock oder Wasserspielzeug, nimmt er jedes Mal Wasser auf. Auch im Hundepool oder beim Spielen mit dem Rasensprenger droht Gefahr, dass er zu viel Wasser aufnimmt. Daher solltest Du ihn gut beobachten und nicht zu lange im Wasser spielen lassen.

Was ist eine Wasservergiftung beim Hund?

Die Bezeichnung „Wasservergiftung“ löst bei vielen Verwunderung aus. Wird doch gerade im Sommer immer wieder darauf hingewiesen, dass viel trinken gesund ist.

Generell ist frisches Wasser vor allem bei hohen Temperaturen im Sommer für Mensch und Tier lebenswichtig. Hunde sollten täglich um die 60-70 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Das sind für einen 5 Kilo schweren Malteser nur 300 Milliliter, für einen 35 Kilo schweren Schäferhund hingegen 2,1 Liter. Das braucht er und ist gesund. Schluckt er jedoch zu viel Wasser, droht eine Wasservergiftung. Gemäß der Erkenntnis von Paracelsus, die besagt, dass manche Einflüsse auf den Körper, die in hoher Dosis schaden, in niedriger Dosis gesund sind.

Tierärzte kennen das Phänomen unter dem Namen hypotone Hyperhydratation.

Der Körper des Hundes verfügt im Normalzustand über ein Gleichgewicht aus Wasser und Elektrolyten (Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium). Nimmt Dein Hund zu viel Wasser auf, geraten Wasser- und der Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht. Der Natriumgehalt der Körperzellen sinkt und die Zellen beginnen Wasser einzulagern, sie schwellen an, und die Nieren können so viel Wasser auf einmal nicht ausscheiden. Es kommt zu Wassereinlagerungen im Gewebe und in lebenswichtigen Organen.Diese Ödeme können die Funktion der Organe beeinträchtigen und deshalb lebensgefährlich werden. Aufgrund des niedrigen Natriumanteils in den Zellen verringern die Nieren die Urinproduktion, damit der Körper keine Elektrolyte mehr ausscheidet. So hat der Hund keine Chance mehr, das Wasser selber auszuscheiden. Zugleich steigt das Durstgefühl des Tieres. Speziell im Schädel sorgen die angeschwollenen Zellen für einen Überdruck und neurologische Störungen sind die Folge. Auch die Lungenbläschen beginnen sich mit Wasser zu füllen. Ohne sofortige Maßnahmen endet eine Wasservergiftung tödlich.

Ist Salzwasser für Hunde gefährlich?

Wenn Hunde am Meer zu viel Salzwasser aufnehmen, kann das wie bei Süßwasser ebenfalls eine Wasservergiftung auslösen.. Schon bei aufgenommenen kleineren Salzwassermengen kommt es bei Hunden häufig zu Durchfall und Erbrechen.

Symptome der Wasservergiftung (Hyperhydration)

Wenn Dein Hund nach ausgiebigen Spielen und/oder schwimmen im Wasser plötzlich verändert ist, ist Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten. Er könnte zu viel Wasser geschluckt haben.

Symptome sind

  • Abgeschlagenheit
  • aufgeblähter Bauch,
  • Unruhe,
  • stark geweitete Pupillen
  • starkes Speicheln,
  • Koordinationsstörungen -,wackeliger Gang
  • Muskelzuckungen, 
  • Krämpfe, 
  • Unfähigkeit zu urinieren
  • Bewusstlosigkeit
  • Erbrechen

Nicht immer treten alle Symptome auf. Bei Verdacht einer Wasservergiftung solltest Du schnell handeln und sofort einen Tierarzt aufsuchen, da es sich um einen akuten und lebensgefährlichen Notfall handelt, denn eine Wasservergiftung kann innerhalb von wenigen Stunden zum Tod Deines Hundes führen.

Wasservergiftung beim Hund – Erste-Hilfe-Maßnahmen Hast Du das Gefühl, Dein Hund hat zu viel Wasser getrunken, sorge sofort dafür, dass er kein weiteres Wasser aufnimmt. Nimm ihm das Wasser weg, beziehungsweise hole ihn aus dem Wasser. Beobachte, ob er uriniert. Hat er nur etwas zu viel Wasser aufgenommen, kann er das überschüssige Wasser durch urinieren selber loswerden. Zeigt er Symptome einer Wasservergiftung, solltest Du sofort einen Tierarzt aufsuchen. Als Sofortmaßnahme kann ihm salzhaltiges Gebäck, zum Beispiel Salzstangen zum Fressen angeboten werden, um ihn mit Elektrolyten zu versorgen. Das ersetzt jedoch nicht die Behandlung durch einen Tierarzt. Da die Symptome einer Wasservergiftung anderen Krankheitsbildern ähneln können, solltet ihr dem Tierarzt das Verhalten des Hundes schildern. Berichtet, wenn möglich, wie lange der Hund im bzw. am Wasser war und was er getan hat. Der Tierarzt ermittel mithilfe einer Blutuntersuchung den Elektrolyt-Gehalt und wird als Therapie gegen die Wasservergiftung eine Behandlung mit Medikamenten zur Wasserreduzierung beginnen, Mineralstoffe verabreichen und den weiteren Behandlungsablauf mit Euch besprechen.

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Wie kann ich eine Wasservergiftung meines Hundes verhindern

Eine Wasservergiftung zu verhindern ist leicht. Hindere Deinen Hund zu viel Wasser aufzunehmen. Oft kommt es zu einer Wasservergiftung (Hyperhydration), wenn der Hund Spielzeug aus dem Wasser apportiert, beim Schwimmen herumtollen oder Wellengang ins Wasser schnappt. Auch beim Spiel mit einem Rasensprenger können Hunde zu viel Wasser schlucken.

Natürlich musst Du Deinem Hund nicht komplett Wasserspiele und schwimmen verbieten. Nicht zu lange im Wasser spielen lassen, regelmäßige Pausen einlegen und beim planschen gut beobachten schützt vor einer Wasservergiftung.

Wenn Dein Hund freudig mit offenem Maul immer wieder ins Wasser springt, schluckt er unweigerlich mehr Wasser als gewünscht. Mit der richtigen Spielzeugform beim Apportieren kannst Du verhindern, dass Dein Hund dabei zu viel schluckt. Mit einem flachen Dummy muss er Vierbeiner sein Maul nicht weit öffnen und nimmt weniger Wasser auf. Das Tauchen des Hundes nach Spielzeugen oder Steinen solltest Du vermeiden.

Wie häufig ist eine Wasservergiftung?

Eine Wasservergiftung ist nicht sehr häufig. Damit Symptomen auftreten, muss der Hund etwa ein Drittel seines Körpergewichts an Wasser aufnehmen. Im Vergleich zu anderen Krankheiten ist eine Wasservergiftung eine seltenste Todesursache. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Gefahr gar nicht besteht. Als Hundehalter solltest Du darüber Bescheid wissen, um vorbeugend und im Notfall richtig zu handeln.

Gefährdet sind besonders kleine Hunde und Welpen. Sie haben ein geringeres Gewicht und nehmen daher schneller zu viel Wasser auf. Auch Sportlich aktive Hunde mit niedrigem Körperfett-Anteil können eine zu hohe Wasser-Aufnahme schwer kompensieren.

Wenn Dein Hund Nierenproblemen oder einer Nierenerkrankung hat solltest Du ebenfalls besonders vorsichtig sein.

Wenn Du aufpasst, dass Dein Hund nicht zu viel Wasser schluckt, kannst Du tolle unbeschwerte Tage am und im Wasser mit deinem Hund verbringen.

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