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Blaualgen - der Tod im Wasser

Durch Blaualgen in Seen und anderen Gewässern besteht Lebensgefahr für Hunde und andere Tiere. Immer wieder sterben Hunde qualvoll, kurz nachdem sie badeten.

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Grund ist Vergiftung durch Blaualgen. Schützen Sie Ihren Hund, erkennen Sie befallene Gewässer, und meiden Sie Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier.

11.08.2020 Am Wochenende sind in Wampen bei Greifswald zwei Hunde gestorben, nachdem sie am Bodden gebadet und größere Mengen Wasser geschluckt hatten. Am Greifswalder Bodden gelten mittlerweile an mehreren Stränden Badeverbote wegen Blaualgen. Aber auch viele Binnengewässer sind aufgrund des heißen trockenen Sommers betroffen. Grund für diesen tragischen Vorfall: Die Ostsee, in der die Hunde baden waren, ist befallen von giftigen Blaualgen. Was sich vor einigen Tagen in Greifswald zugetragen hat, ist auch an anderen Orten in Deutschland möglich. Viele Gesundheitsämter warnen vor von Blaualgen verseuchten Gewässern.

Wie gefährlich sind Blaualgen?

Blaualgen sind sogenannte Cyanobakterien, die sind überall im Wasser zu finden und bei normaler Konzentration völlig ungefährlich", sagt Horst Auer von der DLRG Bayern. Wenn sich die Bakterien allerdings stark vermehren, können sie die Wasserqualität einschränken.

Einige Arten produzieren, die bei Badenden Durchfall, Erbrechen oder Hautausschläge und sogar Atemnot auslösen können. Bei Tieren, besonders Hunden kann das tödlich enden. Einige der Toxine gehören zu den stärksten natürlichen Giften. Gesundheitsgefahr besteht vor allem durch Schlucken des Wassers. Zu einer starken Vermehrung von Blaualgen führt neben einem hohen Nährstoffgehalt im Wasser auch eine steigende Wassertemperatur im Sommer.

Badeverbote der Behörden sollten daher unbedingt beachtet werden, aber Gewässer auch immer in Eigeninitiative auf Blaualgenbefall geprüft werden bevor dem Hund gestattet wird das Wasser zu trinken oder zu baden.

Wie lange besteht eine Gefährdung durch Blaualgen im Wasser?

Wie lange eine Gefährdung durch mit Blaualgen kontaminierte Gewässer besteht, hängt davon ab, wie schnell sich das Gewässer regeneriert. In manchen Fällen sinkt die Konzentration innerhalb weniger Tage auf ein unbedenkliches Niveau - manchmal dauert es Monate bis wieder gefahrloses Baden für Mensch und Tier möglich ist.

Welche Gewässer sind betroffen?

Wenn die Temperaturen steigen, nimmt die Blaualgenblüte rasant zu. So geschehen ist das im Hitzesommer 2018, als so viele Badeverbote verhängt wurden, wie schon lange nicht mehr. Zum Vergleich: 2018 galten Badeverbote wegen Blaualgenbefall an 47 deutschen Badegewässern, im Jahr 2017 waren es nur 17. Für die Überwachung der Badegewässer sind die einzelnen Bundesländer verantwortlich. Sie kontrollieren die Gewässer und informieren online über entsprechende Verbote oder geben Warnhinweise. Über die Deutschlandkarte des Umwelt-Bundesamts , gelangen Sie zu den entsprechenden Internet-Auftritten der Bundesländer. Dort können Sie Listen der Badegewässer, Badegewässerprofile, die Ergebnisse der Qualitätseinstufungen und aktuelle Daten zur Wasserqualität in der Badesaison 2019 einsehen. Zudem werden Badegäste direkt an den Gewässern mit Warnhinweisen über Badeverbote informiert. Wie erkenne ich Blaualgen-Befall? Sich auf Warnhinweise zu verlassen, ist aber nicht genug. Denn die Gewässer werden nur einmal im Monat überprüft. Bei hohen Temperaturen kann sich die Qualität des Wassers aber sehr schnell ändern. Achten Sie daher auf Anzeichen, die darauf hindeuten, dass ein Gewässer stark mit Blaualgen befallen ist. „Cyanobakterien können an der Gewässeroberfläche schwimmen. Das sind dann die grünen Schlieren. Die sind zu unterscheiden von Grünalgen, die lange Fäden ziehen. Manche Cyanobakterien bilden kleine Kügelchen, die man auch mit bloßem Auge erkennen kann. Wenn man knietief im Wasser steht und seine Füße nicht mehr sieht, dann ist Vorsicht geboten", rät Jutta Fastner vom Umweltbundesamt im Experten-Interview auf mdr.de.

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